#Digitalisierung mit #Förderung für #ERP-Systeme (Generalplaner, Architekten, Ingenieure, Produktentwickler)

Im internationalen Vergleich wird immer deutlicher, dass deutsche und europäische Unternehmen hinterherhinken und ihre Prozesse und das gesamte Geschäftsmodell so schnell wie möglich digitalisieren müssen. Organisatorische, technische und Weiterbildungsmaßnahmen sind unter dem Oberbegriff „Digitalisierung“ verborgen.

1. Organisatorisch muss zunächst die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens in kleine, überschaubare Prozesse unterteilt werden. Diese sollten nur die Arbeitsschritte darstellen, die für diese Aktivität / diesen Prozess relevant sind. Eine gute Technik besteht darin, eindeutige Status und Statusübergänge zu definieren.

Der nächste Schritt besteht darin, Beziehungen zwischen realen Aktivitäten / Prozessen zu identifizieren und zu dokumentieren. Oft unterliegen diese Beziehungen einer bestimmten Dynamik, die dann in der „Optimierung“ -Phase verbessert werden.

Unternehmensprozesse identifizieren und dokumentieren

Insbesondere für Generalplaner ist es unabhängig von der Branche wichtig, die externen Prozesse mit Lieferanten / Kunden und Partnerunternehmen zu identifizieren und zu dokumentieren. Ohne diese organisatorischen Überlegungen wird die technische Implementierung länger, komplizierter und teurer. Aber das wissen wir, denn letztendlich sind wir alle Planer.

2. Technisch muss das Unternehmen in der Lage sein, seine Geschäftsprozesse digital zu implementieren, zu visualisieren und zu optimieren. Es ist wichtig, ein zentrales „Master-System“ “ als SSOT (Single Source of Truth) zu implementieren, das „alle Fäden in der Hand hält“. Man spricht hier von einem ERP-System, das Informationen von allen anderen „Peripheriesystemen“ sammelt, verarbeitet und verteilt.

Ein digitalisiertes Unternehmen muss viel mehr als die Summe Ihrer digitalen Subsysteme sein. Allein die Verwendung moderner Chat-, Konferenz- und E-Mail-Systeme zum anschließenden Ausfüllen von Excel-Tabellen und Word-Dokumenten von der Hand, macht das Unternehmen nicht intelligenter. Die Rolle des „ERP Masters Systems“ als SSOT besteht darin, Unternehmensinformationen ohne menschliches Eingreifen in und aus den Prozessen zu automatisieren/leiten.

Unternehmensprozesse digital implementieren

Dies gilt sowohl für die Digitalisierung im Planungsbüro als auch in der Produktion oder auf der Baustelle.

3. Als weiterbildende Maßnahmen muss das digitale Unternehmen weiterhin – und heutzutage sogar mehr – auf die Weiterbildung der Mitarbeiter setzen. In allen Unternehmen ist der menschliche Faktor in der neuen digitalen Welt paradoxerweise wichtiger geworden, selbst wenn viele Arbeitsschritte von Maschinen übernommen werden. Es sind jedoch neue Fähigkeiten erforderlich, weniger Routine oder routinemäßige Aufgaben, mehr Eigenverantwortung, Kreativität und interdisziplinäre Intelligenz.

Weiterbildung und Corporation Innovation System

Die Weiterbildung muss vor allem neue Ideen und Innovationen fördern. Man spricht hier von einem Corporate Innovation System. Das Ideenmanagement spielt dabei eine zentrale Rolle. Furr und Dyer definieren „Innovationskapital“ als eine Möglichkeit, Unterstützung für Neuerscheinungen zu sammeln.

Ideen sollen durch das System gefördert, gesammelt und bewertet werden. Moderne ERP-Systeme verfügen über integrierte Ideenmanagement-Module, die die Kreativität allen Akteuren bündelt, protokolliert und zu schnellen Entscheidungen zwingt.

Die Verantwortlichen (Projekt, Abteilung, Unternehmen) müssen viel schneller reagieren bzw. reagieren können, das Nervensystem des Unternehmens (ERP-System) wird durch die digitalisierten Ideen/Innovations dynamisiert.

Und nicht zuletzt handelt es sich hier um die benötigten Ideen und Innovationen für die effiziente Gestaltung der Digitalisierungstransformation selbst.

Das auch der Bund und die Länder diesen Prozess unterstützen, sollte nur eine Nebenrolle spielen. Nichtsdestotrotz gibt es reichlich Förderprogramme die mittelständischen Unternehmen auf dem Digitalisierungssprung helfen. So z.B. das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“. Das Programm bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren.

BMWi

„Digital Jetzt“– Neue Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands

Auch wenn der Wille zur Digitalisierung da ist, der Weg dorthin und die Qualität der Implementierung bleiben entscheidend. Die Frage „Was kostet uns die digitale Wandlung?“ kann nur durch die Gegenfrage „Was kostet noch zu warten?“ beantwortet werden. Auch ohne staatliche Förderungen, deutsche und europäische Unternehmen müssen schnellstens umdenken und nachrüsten.